Integrationsdezernentin ehrt herausragendes Engagement im Römer

Frankfurter Integrationspreis 2019

Die Preisträger_innen 2019 zusammen mit Integrationsdezernentin Sylvia Weber (3.v.l.) bei der Verleihung im Frankfurter Römer
Die Preisträger_innen 2019 zusammen mit Integrationsdezernentin Sylvia Weber (3.v.l.) bei der Verleihung im Frankfurter Römer (© Eckhard Krumpholz/Stadt Frankfurt am Main)
FC Heisenrath Goldstein e.V. bringt Kinder und Jugendliche in das Leben des Stadtteils Frankfurt-Goldstein ein (© Eckhard Krumpholz/Stadt Frankfurt am Main)
Der FC Heisenrath Goldstein e.V. bringt Kinder und Jugendliche in das Leben des Stadtteils Frankfurt-Goldstein ein (© Eckhard Krumpholz/Stadt Frankfurt am Main)
Der Verein Bosniakisches Kultur Center arbeitet unter dem Motto "BKC-Frankfurt verbindet Menschen – öffnet Horizonte" (© Eckhard Krumpholz/Stadt Frankfurt am Main)
Der Verein Bosniakisches Kultur Center arbeitet unter dem Motto "BKC-Frankfurt verbindet Menschen – öffnet Horizonte" (© Eckhard Krumpholz/Stadt Frankfurt am Main)
Das  Africa Alive Festival zeigt jährlich ein authentisches Bild Afrikas (© Eckhard Krumpholz/Stadt Frankfurt am Main)
Das  Africa Alive Festival zeigt jährlich ein authentisches Bild Afrikas (© Eckhard Krumpholz/Stadt Frankfurt am Main)
Das Projekt Wegbegleiter und IKÖ unterstützt in Frankfurt lebende Migrantinnen und Migranten ab 55 Jahren (© Eckhard Krumpholz/Stadt Frankfurt am Main)
Das Projekt Wegbegleiter und IKÖ unterstützt in Frankfurt lebende Migrantinnen und Migranten ab 55 Jahren (© Eckhard Krumpholz/Stadt Frankfurt am Main)

Gleichberechtigung, Integration und Einsatz für andere – dafür stehen die diesjährigen Gewinner des Frankfurter Integrationspreises. Die Verleihung fand am 3. Dezember zum 18. Mal im Kaisersaal im Römer statt. Den Preis erhielten drei innovative Projekte, die sich besonders für Frankfurt und seine Bürger_innen engagieren: der FC Heisenrath Goldstein e.V., das Bosniakische Kultur Center (BKC-Frankfurt e.V.) und das Africa Alive Festival. Das Projekt Wegbegleiter und Interkulturelle Öffnung wurde mit einer lobenden Erwähnung gewürdigt.

Festliche Ehrung durch Bildungsdezernentin Weber

Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber begrüßte die ausgezeichneten Projekte und Gäste zum Festakt im Kaisersaal. Sie lobte besonders das Engagement der Vereine: "Die Preisträgerinnen und Preisträger bauen Brücken zwischen einzelnen Menschen und der Stadtgesellschaft. Sie unterstützen Jung und Alt dabei, sich in das gesellschaftliche Leben einzubringen. Ob im Bereich der politischen und kulturellen Bildung oder in der Stadtteilarbeit – sie haben das Zusammenleben im Blick."

Weber nutzte den Anlass auch, um ihre Betroffenheit mit Blick auf zunehmende rassistische Hetze und Gewaltandrohungen zum Ausdruck zu bringen: "Wir alle kennen Menschen, die wieder darüber nachdenken, ihre Koffer zu packen. Aus Angst davor, dass sie hier nicht mehr sicher sind. Aus Angst, weil sie fast täglich von rechtsextremen Angriffen und Netzwerken hören. Mich macht das sehr wütend. Es ist kaum auszuhalten, dass Menschen wieder Angst vor Verfolgung haben müssen. Und das Schlimmste daran ist: bei aller Vielfalt – davor ist auch Frankfurt nicht gefeit. Und deshalb werden wir in Frankfurt Hass und Extremismus mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen."

Preisträger_innen von 2002 bis heute

 

Verleihung des Integrationspreises im Römer

Übersicht über alle Träger_innen des Integrationspreises.

Frankfurter Vielfalt in den Projekten sichtbar

Der Verein FC Heisenrath Goldstein e.V. setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, sich in das soziale und gesellschaftliche Leben des Stadtteils Frankfurt-Goldstein einzubringen. Der Verein Bosniakisches Kultur Center (BKC-Frankfurt e.V.) engagiert sich für Integration, Toleranz und demokratische Beteiligung. Er arbeitet unter dem Motto "BKC-Frankfurt verbindet Menschen – öffnet Horizonte" zu Erziehung, Sport, Kultur, Altenhilfe, Religion und Bildung. Das Africa Alive Festival zeigt jährlich ein authentisches und facettenreiches Bild Afrikas und trägt zum Abbau von Vorurteilen und zu kultureller Bildung bei.

Die drei Gewinner erhalten den Preis, der mit einer Gesamthöhe von 15.000 Euro dotiert ist und unter den Projekten aufgeteilt wird. Das mit einer lobenden Erwähnung gewürdigte Projekt Wegbegleiter und Interkulturelle Öffnung unterstützt einfühlsam in Frankfurt lebende Migrantinnen und Migranten ab 55 Jahren. Eine tragende Rolle im Projekt der Caritas spielt interkulturelle Öffnung:  Ämter und Einrichtungen werden auf Zugangsbarrieren für ältere Migrant_innen hingewiesen.

Die Preisträger_innen werden jährlich von einer Jury unter Vorschlägen ausgewählt, die von allen Bürger_innen Frankfurts eingereicht werden können. Der Jury gehören neben Vertreter_innen der Stadt auch der Vorsitzende der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung sowie wechselnd drei Mitglieder von Organisationen und Initiativen aus der Migrationsarbeit an.

Kontakt

Amt für multikulturelle Angelegenheiten
(069) 212-41515