Dezernentin Weber stellt 200.000 Euro für Projekte bereit

Engagement in Zeiten von Corona stärken

Frankfurter Integrationsdezernentin Sylvia Weber (© Stefanie Kösling)

Mit der Aufstockung des integrationspolitischen Förderprogramms des Amts für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) um 200.000 Euro will Integrationsdezernentin Sylvia Weber die Arbeit der Migrantenorganisationen und Vielfaltsprojekte in Zeiten von Corona stärken.

Viele Migrantenvereine und Communitys seien aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen schwer getroffen. Über das Landesprogramm könnten sie zwar ihre Einnahmeausfälle teilweise kompensieren, es gäbe jedoch keinen Impuls, die wichtige Projektarbeit in diesen schweren Zeiten aufrechtzuerhalten und weiterzuführen. "Gerade jetzt brauchen wir die Vereine und Communitys, um unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken", sagt Weber.

"Besondere Herausforderungen für Initiativen und Migrantenselbstorganisationen"

"Vor allem kleine Initiativen und die vielen Migrantenselbstorganisationen stehen aktuell und auf absehbare Zeit vor besonderen Herausforderungen – in ihrem Vereinsleben, aber auch im Kontakt zu ihren Mitgliedern und Nachbarn. Sie zu unterstützen und in dieser schwierigen Zeit zu stärken, ist unverzichtbar für unser gutes Zusammenleben in Zeiten von Corona und danach", ergänzt die Dezernentin. So könne das Geld beispielsweise dafür verwendet werden, die Informations- und Beratungsangebote der Communitys zu digitalisieren, um so den Kontakt zu den Mitgliedern und in die Bevölkerung aufrechtzuerhalten.

Projektförderung

Zu den Informationen und Fördervoraussetzungen des Notfallfonds. Für ein vereinfachtes Verfahren und eine möglichst große Breitenwirkung ist die Förderung auf 2.500 Euro pro Projekt begrenzt.

"Engagement ist unverzichtbar"

"Die Krise betrifft uns alle – aber auf unterschiedliche Weise", sagt Weber. "Denn einige Menschen in unserer Stadt sind von ihr stärker betroffen als andere, im Berufsleben und privat." Deswegen fordere uns diese Krise auch als Gemeinschaft heraus, so die Integrationsdezernentin, nämlich in der Bereitschaft, einander zu helfen. "Mein großer Dank gilt schon jetzt den Gemeinden vieler Religionsgemeinschaften und den zahlreichen Kulturvereinen, die oft im Stillen viel für Nachbarschaftshilfe und in den eigenen Communitys wirken. Dieses Engagement ist unverzichtbar."

Ergänzung zu Programmen von Bund und Land

Die Mittel werden im Förderbereich des AmkA bereitgestellt und sollen die Programme von Bund und Land ergänzen. "Dies ist ein klares Signal dafür, dass dieser Bereich unseres städtischen und ehrenamtlichen Lebens von gleicher Wichtigkeit ist wie andere Bereiche auch", sagt Weber. "Ich bin sehr erleichtert, dass es gelungen ist, diese für viele Vereine wichtige Anschubfinanzierung für ihre Projektarbeit bereitzustellen, um auch zukünftig das breite Engagement unserer vielfältigen Kultur- und Vereinslandschaft zu sichern."

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