"Leben am Stadtrand – die Wohngemeinschaft Bonameser Straße"

Das AmkA präsentiert erstmals eine virtuelle Ausstellung

Darbietung des Circus Oriental auf einem Stadtfest (© Heidi Fletterer, 1991)

Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) präsentiert bis zum 30. September erstmals eine virtuelle Ausstellung. Die ausdrucksstarken Fotografien, größtenteils aus Privatbesitz, ermöglichen einen Einblick in das Leben und die Geschichte der Bewohner_innen der Wohngemeinschaft Bonameser Straße.

Die Ausstellung "Leben am Stadtrand –  die Wohngemeinschaft Bonameser Straße" lenkt den Blick auf einen kulturhistorisch wichtigen Teil der Frankfurter Geschichte. Kuratiert wurde die Ausstellung in Kooperation mit der Autorin und Sozialpraktikerin Dr. Sonja Keil.

"Räumlichkeiten des stadtRAUMfrankfurt nachempfunden"

Integrationsdezernentin Sylvia Weber begrüßt das neue Ausstellungsformat im AmkA: "Erstmalig zeigt das AmkA eine virtuelle Ausstellung. Sie ist den existierenden Räumlichkeiten in der Mainzer Landstraße 293 realistisch nachempfunden. Auf diese Weise entsteht ein neuer Zugang zum stadtRAUMfrankfurt und Interessierte können das Haus unabhängig von Ihrem Aufenthaltsort als Begegnungsort kennenlernen."

Die Wohngemeinschaft Bonameser Straße liegt zwischen der Bundesautobahn A661, weiten Feldern und unterschiedlichen Frankfurter Stadtteilen. Seit 1953 leben dort Menschen in gesellschaftlich alternativen Lebensformen zusammen.

Bis heute nicht als Opfer anerkannt

Fahrende, wie sie sich selbst bezeichnen, haben dabei eines gemeinsam: ihr Berufsfeld. Die dort ansässigen ambulanten Gewerbebetreibenden arbeiten etwa als Schausteller_innen, Altstoffsammler_innen oder sind Zirkusleute. Viele von ihnen wurden im Nationalsozialismus verfolgt und sind bis heute nicht als Opfer anerkannt. Sie kämpfen für die Akzeptanz ihrer Wohn- und Lebensform wie auch den Erhalt des Geländes.

Das Fotoprojekt knüpft an das Buch "Soziale Wirklichkeit und Geschichte des Wohnwagenplatzes Bonameser Straße in Frankfurt am Main" von Dr. Sonja Keil an und wurde in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Verlag Brandes & Apsel realisiert. Am 17. September um 18.30 Uhr wird im stadtRAUMfrankfurt eine Diskussionsrunde die verschiedenen Facetten des Wohnprojekts beleuchten. Die Veranstaltung wird in einem Livestream übertragen.

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Infos zur Diskussionsrunde zur Ausstellung am 17. September