Antidiskriminierungsarbeit vor Ort stärken, gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern

AmkA wird neuer Träger des AdiNet Rhein-Main

Stadträtin Sylvia Weber und Staatsminister Kai Klose: „Antidiskriminierungsarbeit vor Ort stärkt und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) der Stadt Frankfurt übernimmt als Träger das Antidiskriminierungsnetzwerk AdiNet Rhein-Main.

„Wir werben dafür, dass Akzeptanz und ein diskriminierungsfreies Miteinander in der Mitte der Gesellschaft aktiv gelebt werden“, betont Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. „Die Antidiskriminierungsnetzwerke sind wichtige Bausteine der aktiven Politik des Landes für ein friedliches und soziales Zusammenleben.“

AdiNet Rhein-Main wurde bisher von der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (agah) getragen. „Ich freue mich, dass wir mit dem AmkA der Stadt Frankfurt einen bereits in der Antidiskriminierungsarbeit sehr engagierten Träger gewinnen konnten“, erklärt Klose.

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Wertschätzung für Antidiskriminierungsarbeit

Stadträtin Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung der Stadt Frankfurt äußert sich sehr erfreut über die Entscheidung des Landes: „Die Beauftragung des AmkA mit der Fortführung des AdiNet ist eine Wertschätzung unserer bisherigen Antidiskriminierungsarbeit. Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, Akteurinnen und Akteure, die sich gegen Diskriminierung positionieren, zu vernetzen.“

Das Land Hessen fördert seit 2018 den Auf- und Ausbau von vier regionalen Antidiskriminierungsnetzwerken (AdiNet) in Nord-, Mittel- und Südhessen sowie im Rhein-Main-Gebiet, um den Diskriminierungsschutz und den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu stärken.

Netzwerke ergänzen und erweitern

Die Netzwerke ergänzen und erweitern die Arbeit der 2015 eingerichteten Antidiskriminierungsstelle im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. Die Stelle und die Netzwerke arbeiten horizontal. Das heißt, sie setzen sich gleichermaßen gegen rassistische und ethnische Diskriminierungen und gegen Benachteiligungen aufgrund des (Lebens-)Alters, Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung oder der sexuellen Identität ein. Zu ihren Schwerpunkten gehören neben Vernetzungsarbeit auch Öffentlichkeitsarbeit, Sensibilisierung und Prävention.

Das AmkA – als kommunales Fachamt für alle Fragen rings um Migration, Integration und Antidiskriminierung – hat zugleich die Funktion der städtischen Ombudsstelle Antidiskriminierung. Mit dem interkulturellen Kompetenz- und Veranstaltungszentrum stadtRAUMfrankfurt wird es die Arbeit des regionalen Netzwerks Rhein-Main zusätzlich unterstützen. Darüber hinaus bietet die Antidiskriminierungsstelle des Landes auch Beratung für von Diskriminierung Betroffene an.

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